Eine Fassade verkleiden – das müssen Sie für die Planung und Umsetzung wissen

Eine Fassade zu verkleiden, erfordert sorgfältige Planung und eine fachgerechte Ausführung, damit Sie Ihr Haus wirklich schützt. Hier die wichtigsten Tipps.

Alles nur Fassade? Keineswegs!

Für einen Neubau oder eine Sanierung sind zahlreiche Gewerke zu planen, darunter auch, wie Sie am Ende die Fassade verkleiden. Dabei ist zu berücksichtigen, dass der Gebäudehülle zwei wichtige Funktionen zukommen.

Einerseits muss sie Ihr Haus vor sämtlichen Witterungsbedingungen schützen und gegen Wärmeverluste dämmen. Andererseits soll sie mit einer schönen Optik überzeugen, die Ihrem Geschmack entspricht und sich in die nähere Umgebung einpasst.

Sie müssen sich also Gedanken über die Art der Konstruktion, über die passenden Materialien, aber auch über einige rechtliche Vorgaben machen, bevor Sie Ihre Fassade verkleiden. Unser Beitrag soll Sie bei der Planung unterstützen und nützliche Anregungen liefern, damit Sie mit der „Visitenkarte“ Ihrer Immobilie zufrieden sein können.

Informieren Sie sich zunächst über örtliche Vorgaben

Das Baurecht ist in Deutschland im Wesentlichen eine Angelegenheit der einzelnen Bundesländer. Die meisten davon machen in ihren Bauordnungen keine Vorgaben für die Fassadenverkleidung. Dann besteht keine Genehmigungsfreiheit. Es kann allerdings sein, dass in Ihrer Stadt oder Gemeinde so genannte Gestaltungssatzungen erlassen wurden, um ein einheitliches Erscheinungsbild zu wahren.

Wenn zum Beispiel in einem Ort oder in einem einzelnen Bebauungsgebiet eine Fassadenverkleidung mit Holz oder Klinker vorgesehen ist, können Sie sich nicht einfach für Putz oder Faserzementplatten entscheiden. Sie würden dafür keine Baugenehmigung erhalten. Sollten Sie dagegen verstoßen, müssten Sie mit der Anordnung eines Rückbaus rechnen.

Noch strenger sind die Auflagen für die Sanierung von denkmalgeschützten Gebäuden. Erkundigen Sie sich deshalb zunächst bei Ihrer zuständigen Baubehörde, welche Möglichkeiten Sie haben. Sie können sich dadurch eine Enttäuschung ersparen, wenn der erste Wunsch nach einer bestimmten Fassadenverkleidung von vornherein abgeblockt wird.

Nehmen Sie Fördermittel in Anspruch

Im Zusammenhang mit dem Thema „Fassade verkleiden“ geht es auch immer um eine effiziente Wärmedämmung. Hier können Sie unter Umständen Fördermittel beantragen, die in Form von zinsgünstigen Krediten oder einmaligen Zuschüssen erfolgen. Setzen Sie sich mit einem zertifizierten Energieberater zusammen, der Sie berät und die Antragstellung bei der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) oder dem Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) für Sie übernimmt. Sie können Ihre Investitionen dadurch um einiges geringer halten.

Wichtig ist aber, dass ein Antrag vor dem Beginn der Arbeiten an der Hausfassade gestellt und bewilligt wird. Ist auch nur der erste Handgriff beim Fassade verkleiden getan, haben Sie keinen Anspruch mehr. Deswegen sollte dieser Schritt unbedingt in die Planungsphase aufgenommen werden.

Materialien und Kosten für die Hausfassade

Um Ihre Fassade zu verkleiden, stehen Ihnen verschiedene Materialien zur Auswahl. Klassische Werkstoffe sind Putz, Holz, Klinker und Naturstein. Neueren Datums und häufig für moderne Architektur genutzt, sind Metall, Faserzement, HPL-Platten und Kunststoffpaneele, wie Vinylit sie produziert.Die geringsten Kosten verursachen Putz und Kunststoff, die höchsten normalerweise Metall. Der Markt hält allerdings auch besonders exklusive und seltene Natursteinvarianten vor, die deutlich teurer sein können als Stahl, Kupfer, Zink und Aluminium.Für den Investitionsaufwand müssen Sie neben dem Material noch die Kosten für die Montage pro Quadratmeter, die Wärmedämmung und eine eventuell nötige Tragkonstruktion hinzurechnen. Hier ein unverbindlicher Überblick über die Preise inklusive Montage:

  • Putzverkleidung: ab 25/40 Euro
  • Kunststofffassade: ab 60 Euro
  • Klinker: ab 75 Euro
  • Naturstein: ab 80 Euro
  • Faserzement: ab 100 Euro
  • heimisches Holz (mittleres Preissegment): ab 130 Euro
  • Isolierklinker: ab 180 Euro
  • Metallplatten: ab 230 Euro

Die richtige Fassadendämmung

In den letzten Jahren sind mit dem Ziel der Energieeinsparung, der Ressourcenschonung
und des Klimaschutzes vom Gesetzgeber zahlreiche Verordnungen erlassen worden, die Sie zu einer effizienten Fassadendämmung verpflichten. Dazu zählen die Energieeinsparverordnung (EnEV), das Energieeinsparungsgesetz (EnEG) und das Gebäudeenergiegesetz (GEG). Einzelheiten dazu sollten Sie mit Ihrem Architekten oder einem Energieberater besprechen. Ob Sie neu bauen oder eine Fassade sanieren, die Vorschriften gelten für beide Maßnahmen.

Wenn Ihre Entscheidung auf Putz fällt, empfiehlt sich ein Wärmedämmverbundsystem (WDV). Hierbei wird zunächst das Dämmmaterial auf das Mauerwerk geklebt oder anderweitig verankert, anschließend eine Armierung für ausreichende Stabilität, dann der Putz.

Bei Naturstein und Klinker ist das Verfahren ähnlich. Für eine Fassadenverkleidung mit Holz, Faserzement, Metall oder eine Fassadenverkleidung mit Kunststoff sollten Sie sich für eine vorgehängte hinterlüftete Fassade entscheiden. Diese Methode wird von Fachleuten der Bauphysik als die technisch ausgereifteste Lösung angesehen, wenn es um eine effiziente Wärmedämmung geht.

Welche Vorteile hat die vorgehängte hinterlüftete Fassade?

Die vorgehängte hinterlüftete Fassade (VHF) wird heute bei vielen großen Bauten für die Industrie, für Verwaltungen und andere gewerbliche und öffentliche Einrichtungen genutzt. Sie findet aber auch zunehmend für Ein- und Mehrfamilienhäuser Verwendung. Diese Fassade eignet sich am besten, um den Anforderungen an Energieeffizienz und nachhaltiges Bauen gerecht zu werden.

Der Grund dafür liegt in dem mehrschichtigen Aufbau, der verschiedene Funktionen erfüllt. Zwischen einer horizontal angebrachten Grundlattung aus Holz oder Metall wird die Dämmschicht eingefügt, wobei deren Dicke frei wählbar ist. Darüber kommt eine vertikale Konterlattung als Träger für die abschließende Fassadenverkleidung.

Im Vergleich zu anderen Methoden, eine Fassade zu verkleiden, überzeugt die VHF zusätzlich durch den Hinterlüftungsraum. Dieser kommt durch die Konterlattung zwischen Dämmstoff und abschließender Hausfassade zu Stande. Hier kann die Luft frei zirkulieren und vorhandene oder entstehende Feuchtigkeit permanent abtransportieren.

Schimmelbefall oder eine sonstige Schädigung des Mauerwerks bzw. der Bausubstanz werden somit verhindert.

Die VHF begünstigt die Maßnahmen für eine optimale Dämmung, sodass Sie langfristig eine Menge Geld bei den Heizkosten sparen und ein ausgezeichnetes Wohnklima erzielen. Im Sommer wirkt der Luftstrom im Hinterlüftungsraum zudem kühlend und baut Hitzestaus vor. Das erübrigt den Einbau von Klimaanlagen und Be- und Entlüftungssystemen, die ansonsten die Energiekosten wieder in die Höhe treiben würden.

Die Merkmale und Vorteile einer Fassadenverkleidung aus Kunststoff

Ob Sie eine Fassade renovieren oder einen Neubau planen – Sie sollten über die Vorzüge einer Kunststofffassade nachdenken. Vinylit hat sich seit fast 50 Jahren auf die Herstellung von Kunststoffpaneelen spezialisiert, die durch Robustheit und lange Lebensdauer genauso überzeugen wie durch ihre Gestaltungsvielfalt.

Mit unseren verschiedenen Oberflächenstrukturen in Putz-, Holz- und Natursteinoptik und einer großen Auswahl an Farbtönen können Sie Ihre Hausfassade ganz nach Wunsch planen und gestalten. Die Montage ist vor allem im Zusammenhang mit einer VHF völlig unkompliziert und von einem Fachbetrieb schnell ausgeführt.

Die Farben sind beständig gegen UV-Strahlen und jeden anderen Witterungseinfluss. Daher müssen Sie im Gegensatz zu Putz oder Holz Ihre Fassade nie wieder nachstreichen. Wenn sich im Laufe der Zeit Schmutz auf der Oberfläche absetzt, säubern Sie die Paneele einfach mit einem Hochdruckreiniger und Wasser.

Fazit: Eine gute Planung für die Fassadenplanung lohnt sich

Wenn Sie unsere Tipps und Hinweise bei der Planung beachten, sollten Sie bald zu einem befriedigenden Ergebnis kommen, unabhängig davon ob Sie ein Haus neu bauen oder eine vorhandene Fassade renovieren möchten. Achten Sie zu Planungsbeginn auf örtliche Gestaltungssatzungen und ziehen Sie die Möglichkeiten einer Förderung in Betracht.

Diese Schritte sollten abgeschlossen sein, bevor Sie beginnen, Ihre Fassade zu verkleiden. Was die notwendige Wärmedämmung angeht, empfehlen wir uneingeschränkt die Konstruktion einer Vorhangfassade, da sie zusätzlich Schutz vor Feuchtigkeitsschäden bietet.

Eine einzigartige Fassade. Zeigen Sie Ihr Haus von der schönsten Seite.

Vinylit – Qualität Made in Germany.