Hausfassade aus Kunststoff oder Holz:
Welches Material ist wirklich nachhaltiger?
Nachhaltigkeit ist eines der wichtigsten Themen unserer Zeit. Die Wahl des richtigen Materials kann beim Hausbau und der Fassadengestaltung erhebliche ökologische und wirtschaftliche Konsequenzen haben. Besonders oft stehen dabei Holz und Kunststoff im direkten Vergleich. Holz gilt traditionell als nachhaltiges Material, doch ist das immer so? Kunststoff hatte früher häufig einen schlechteren Ruf, durch moderne Technologien und einen verbesserten Kreislauf wird er aber immer häufiger als nachhaltige Alternative betrachtet. Warum das so ist und welche Stärken und Schwächen beide Alternativen haben, erfährst du in diesem Artikel.
Holz – ein begehrter Rohstoff mit Schattenseiten?
Holz ist ein natürliches und eigentlich ein nachhaltiges Baumaterial. Schließlich wachsen Bäume nach und sind ein hervorragender CO₂-Speicher. Das macht sie zu einem wichtigen Baustein des Ökosystems – eine Reduzierung des Treibhauseffekts ist ohne Bäume undenkbar. Doch bei näherer Betrachtung werden einige Herausforderungen bei der Produktion und Nutzung von Holz deutlich. Gerade weil Holz ein natürlicher und wertvoller Rohstoff ist, ist es nicht immer die beste Wahl als Baustoff. Werfen wir einen Blick auf die weniger glänzenden Seiten.
Die Abholzung einer begrenzten Ressource: Obwohl Holz nachwächst, geschieht dies nicht schnell genug, um die hohe Nachfrage zu decken. Je nach Baumart können Jahrzehnte oder sogar Jahrhunderte vergehen, bis ein gefällter Baum ersetzt ist. Das führt dazu, dass es trotz zertifizierter Quellen (z. B. FSC oder PEFC) leider immer wieder zu unkontrollierten Rodungen kommt. Illegaler Holzeinschlag macht schätzungsweise bis zu 30 % des weltweiten Holzhandels aus (1). Die fortschreitende Abholzung bedroht Ökosysteme, reduziert die Biodiversität und beeinträchtigt negativ sowohl die CO₂Speicherung als auch die Luftqualität.
Instandhaltung und Pflegeaufwand: Holz ist ein lebendiger Baustoff und damit leider anfällig für Witterungseinflüsse, Feuchtigkeitsprobleme und Schädlinge. Wenn zu viel Feuchtigkeit ins Holz eindringt, kann sie die Bildung von Schimmel oder bestimmte Pilze fördern. Zudem ist Holz anfällig für Schädlinge wie den Hausbockkäfer oder den Holzwurm. Damit eine Holzfassade nicht nur gesund, sondern auch lange Zeit schön bleibt, muss sie also regelmäßig behandelt und gepflegt werden. Bei kleineren Bauten mag das noch in Eigenleistung möglich sein, alles darüber hinaus bedeutet jedoch einen größeren finanziellen Aufwand und bedarf meistens einer Fachfirma. Nicht zu vernachlässigen ist auch die Umweltbelastung durch Chemikalien in den verwendeten Lasuren, Schutzmitteln oder Lackierungen, die mit der Zeit teilweise ausgewaschen werden und in Boden und Grundwasser gelangen können. (2)

Haltbarkeit und Recycling: Holz ist weich, warm, wirkt feuchtigkeitsregulierend und trägt zu einem angenehmen Raumklima bei. Doch genau die Eigenschaften, die das Holz im Innenbereich so angenehm machen, sind leider auch seine großen Schwächen im Außenbereich. Auch mit intensiver Pflege verliert eine Holzfassade irgendwann an Stabilität und optischer Qualität, was eine Erneuerung notwendig macht. Doch was passiert dann mit dem alten Holz? Zwar ist Holz an sich biologisch abbaubar, eine alte Holzfassade kann jedoch mit Chemikalien aus Schutzmitteln sowie Metallreste von Schrauben und Nägeln verunreinigt sein. Ein Recyclingprozess kann demnach aufwändig sein und sehr lange dauern. In vielen Fällen enden die Reste einfach auf Deponien oder werden verbrannt – was unerwünschte Mengen an CO₂ freisetzt. (3)
Kunststoff – das unterschätzte nachhaltige Material?
Kunststoff hatte lange Zeit einen schlechten Ruf – die medienwirksamen Bilder von Plastikmüll in der Umwelt sind allgemein bekannt. Das Problem liegt jedoch weniger am Werkstoff selbst als an dem Umgang damit. Kunststoff ist heute aus den meisten Lebensbereichen nicht mehr wegzudenken – umso wichtiger ist es, ein Bewusstsein für den gesamten Lebenszyklus dieses Materials zu entwickeln. Die moderne Kunststoffproduktion kann – insbesondere durch ausgeklügelte Recyclingprozesse – viele nachhaltige Vorteile bieten, und das nicht nur in Bereichen wie Lebensmittelverpackung, Medizin oder Hightech. Seit über fünfzig Jahren treibt Vinylit die Weiterentwicklung von Kunststofffassaden konsequent voran und setzt dabei gezielt auf einen ausgeklügelten Lebenszyklus und die nachhaltigen Vorteile, die dieser Werkstoff bietet.
Langlebigkeit und geringe Wartung: Hochwertige Kunststoffe, wie sie in Vinylit Fassadenprofilen zum Einsatz kommen, sind äußerst widerstandsfähig gegenüber Witterungseinflüssen. Während Holz im Laufe der Zeit verwittert, Risse bekommt oder sich verzieht, bleibt Kunststoff verformungsfest – er ist unempfindlich gegenüber Nässe, UV-Strahlung und starken Temperaturschwankungen. Kunststofffassaden müssen nicht gestrichen werden und bleiben jahrzehntelang formstabil sowie optisch ansprechend. Das spart viel Zeit und Ressourcen.
Recycling und Wiederverwendung: Kunststoff kann recycelt und wieder dem Produktionskreislauf zugeführt werden. Vinylit verarbeitet für seine EPD (Environmental product declaration) verifizierte Produktserie vinyPlus recyceltes Kunststoffgranulat. Zudem werden in eigens entwickelten Anlagen Produktionsabfälle aus PVC sofort recycelt und wieder dem Produktionsprozess zugeführt. Die Nettoabfallquote liegt bei Vinylit unter 1 %. Die hohe Wirtschaftlichkeit dieses Verfahrens schont die Herstellungskosten und die Umwelt. Die über fünfzigjährige Geschichte des Unternehmens belegt eindrucksvoll die Tragfähigkeit dieses Konzepts und ist ein Garant für die krisenfeste und zukunftssichere Fassadenproduktion.

Verbesserte Energieeffizienz: Eine gut gedämmte Kunststofffassade kann bis zu 50 % der Heizkosten einsparen, indem sie im Winter Wärme speichert und im Sommer die Hitze fernhält. Entscheidend dabei ist, dass die empfindliche Dämmschicht durch strapazierfähige Profile geschützt wird – und genau hier können unsere Fassadenprofile ihre Stärken ausspielen. Die Kunststoffprofile von Vinylit bieten durch ihre Robustheit zuverlässigen Schutz und tragen maßgeblich zu einer funktionierenden Dämmung bei.
Umweltschonend in Produktion und Einsatz: Viele Holz- und Putzfassaden enthalten Biozide, um Algen- und Pilzbefall zu verhindern oder Insekten fernzuhalten. Diese Wirkstoffe können jedoch mit der Zeit vom Regen ausgewaschen werden und so ins Grundwasser gelangen. Kunststofffassaden hingegen kommen ohne solche Chemikalien aus und sind dadurch nicht nur in der Herstellung, sondern auch in der Unterhaltung umweltschonend – denn ein Biozidauswaschungseffekt tritt bei ihnen nicht auf.

Fazit – Holz oder Kunststoff?
Ob Holz oder Kunststoff die bessere Wahl ist, hängt von der individuellen Perspektive ab. Bei der Gestaltung der eigenen Hausfassade spielen Emotionen und persönliche Vorlieben verständlicherweise eine große Rolle. Gleichzeitig gilt: Die modernen Kunststofffassaden von Vinylit in Holzoptik sehen echtem Holz nicht nur täuschend ähnlich. Sie sind zudem besonders langlebig und wartungsarm – ein klarer praktischer Vorteil.
Holz ist ein natürliches, warmes und angenehmes Material. Es liegt eigentlich nahe, Holz dort einzusetzen, wo Menschen direkten Kontakt mit dem Baustoff haben – etwa bei Möbeln, Wänden, Böden oder im Innenausbau. Holz ist zudem für die Umwelt von großer Bedeutung. Es ist daher sinnvoll, diesen Rohstoff sparsam und mit Bedacht zu nutzen. Nach Möglichkeit sollten wir Holz dort belassen, wo wir es am dringendsten brauchen – und wo es zugleich am schönsten ist: als Bäume im Wald (4). Holzfassaden sind zudem naturgemäß ausschließlich in Holzoptik erhältlich. Vinylit Fassadenprofile hingegen bieten nicht nur zuverlässigen und umweltschonenden Schutz, sondern auch eine große Auswahl an Designs mit vielfältigen Oberflächen, Farben und Verlegeformen. Einfach unter Dekoren vorbeischauen und sich selbst überzeugen.
Quellen:
(1) https://www.deutschlandfunk.de/illegaler-holzhandel-holzeinschlag-100.html
https://www.wwf.de/themen-projekte/waelder/waldvernichtung/illegaler-holzeinschlag
(2) https://www.bausubstanz.de/aktuelles/Kontaminierte-Holzkonstruktionen-sanieren/
https://www.umweltbundesamt.de/daten/chemikalien/biozide-in-der-umwelt#untersuchungen-von-biozideintragen-in-gewasser
(3) https://carbotech.ch/cms/wp-content/uploads/verwertung-von-bauabfaellen-1.pdf
(4) https://www.wwf.de/themen-projekte/waelder/verantwortungsvollere-waldnutzung/alles-aus-holz
FAQ zu Hausfassaden
Welche Holzfassade ist die beste?
Welche Holzfassade die beste ist, lässt sich nicht pauschal sagen. Eine besondere Bedeutung spielt auch die Verlegerichtung der Holzfassade. Sie kann horizontal, vertikal oder diagonal montiert werden.
Erfahren Sie jetzt mehr dazu, warum eine Holzfassade vertikal für Sie sinnvoll sein kann.
Welche Arten von Holzfassaden gibt es?
Die Auswahl verschiedenster Holzfassaden ist groß. Je nach Art der Fassade und Ihrem persönlichen Geschmack kommen verschiedene Holzarten für Ihre Holzfassade in Frage.
Von Bedeutung für die Langlebigkeit der Montage ist die Verlegerichtung des Holzes. Besonders langlebig ist eine Holzfassade vertikal. Erfahren Sie jetzt mehr dazu.
Wie bekomme ich Paneele sauber?
Kunststoffpaneele im Außenbereich lassen sich ganz einfach mit einem Hochdruckreiniger abspritzen. So können sie leichte und auch stärkere Verschmutzungen ganz leicht entfernen.
Wie streiche ich Kunststoffpaneele?
Kunststoffpaneele im Außenbereich müssen nicht gestrichen werden. Kunststoff ist ein besonders langlebiges und wartungsarmes Material. Paneele aus Kunststoff behalten ihre Farbe über viele Jahre hinweg.
Erfahren Sie jetzt mehr dazu.
Was kostet eine Fassadenverkleidung aus Kunststoff?
Der Preis für eine Fassadenverkleidung aus Kunststoff schwankt stark je nach Verarbeitung und Art des Produktes. Die Investition zahlt sich aber durch die Langlebigkeit und Pflegeleichtigkeit des Materials aus.
Erfahren Sie jetzt mehr über eine Fassadenverkleidung aus Kunststoff.
Wie kann ich meine Fassade gestalten?
Für die Gestaltung der Fassade stehen eine Vielzahl an Möglichkeiten zur Verfügung. Verschiedene Materialien eignen sich für die Außenwandverkleidung wie beispielsweise Putz, Stein, Holz, Klinker, Metall oder Kunststoff. Außerdem stehen Ihnen verschiedene Farben zur Auswahl. Die verschiedenen Materialen variieren im Preis, der Haltbarkeit und dem Pflegeaufwand.
Besonders Kunststoff sticht durch seine Langlebigkeit und Pflegeleichtigkeit hervor. Erfahren Sie jetzt mehr dazu.
Was kostet Hausfassade verputzen?
Zwischen 50 und 100 Euro pro Quadratmeter liegen die Kosten für das Verputzen eines Hauses. Allerdings kann der Preis je nach Aufwand stark variieren. Auch spielt es eine Rolle, ob das Haus bereits verputzt war oder nicht. Im Fall einer Sanierung muss der alte Putz erst entfernt werden, was Zusatzkosten mit sich bringt.
Wie wäre es mit einer Fassade in Putzoptik, die nie wieder gestrichen oder saniert werden muss? Wir zeigen Ihnen, wie das geht.
Was kostet eine neue Hausfassade?
Die Kosten für die Erneuerung der Hausfassade schwanken stark je nach verwendetem Material. Das Verputzen eines Hauses ist eine günstige Variante der Fassadenverkleidung. Die Gestaltung der Außenfassade mit Klinker oder Naturstein ist wesentlich teurer in der Anschaffung und Montage.
Wr zeigen Ihnen, was die verschiedenen Vor- und Nachteile einzelner Fassaden sind. Erfahren Sie jetzt mehr!
Hausfassade streichen wie oft?
Circa alle 10 Jahre muss eine Hausfassade gestrichen werden. Der genaue Zeitraum richtet sich nach dem Material der Fassadenverkleidung und natürlich dem jeweiligen Zustand der Außenfassade. Da sie die Bausubstanz des Hauses vor Wind und Wetter schützt, sollte sie immer in einem guten Zustand sein.
Was ist eine Hausfassade?
Die Hausfassade ist im Prinzip die Außenwand eines Hauses. Damit die Substanz des Hauses – in der Regel das Mauerwerk – geschützt ist, wird diese Außenwand mit einer Fassadenverkleidung versehen. Diese kann aus verschiedenen Materialien bestehen. Häufig verwendete Materialien sind Putz, Holz, Klinker, Stein oder Kunststoff.
In unserem Beitrag erfahren Sie mehr dazu.
Hausfassade streichen – welche Farbe?
Die Wahl der richtigen Farbe hängt vom Farbton ab, in der die Fassade gestrichen werden soll. Bei besonders starken und kräftigen Farbtönen eignen sich Dispersionsfarben besonders gut. Das liegt unter anderem daran, dass sie sich besonders gut verarbeiten lässt. Kalkfarben sind oftmals die richtige Wahl für sanfte Pastellfarben. Bevor sich die Dispersionsfarben verstärkt durchgesetzt haben, war sie die klassische Fassadenfarbe. Um die richtige Farbe auszuwählen, sollten Sie sich von einem Profi beraten lassen.
Sie sind es leid, Ihre Fassade regelmäßig neu streichen zu lassen? Kein Problem! Hier erfahren Sie, wie Sie zukünftige Fassadenanstriche vermeiden können.
Was kostet Hausfassade streichen?
Die Kosten für das Streichen einer Fassade können je nach Gebäude stark variieren. In der Regel müssen Sie aber mit einer Summe zwischen 25 und 50 Euro pro Quadratmeter für einen einmaligen Anstrich rechnen.
Sie möchten diese regelmäßigen Kosten vermeiden? Kein Problem! Wir zeigen Ihnen, wie Sie Ihre Fassade nie wieder streichen lassen müssen.
Hausfassade streichen welche Farbe?
Die meisten Hausfassaden sind in schlichtem weiß gehalten. Wenn sie es gerne ganz klassisch und schlicht halten möchten, kann weiß auch für Sie die optimale Farbe sein. Aber die Möglichkeiten der Fassadengestaltung sind vielfältig. Ihren individuellen Vorstellungen und Wünschen müssen kaum Grenzen gesetzt sein. Erfahren Sie in unserem Beitrag mehr über eine individuelle und moderne Fassadengestaltung und die Möglichkeiten, die sich Ihnen bieten.
Wie verkleide ich eine Fassade mit Holz?
Prinzipiell können Sie eine Fassadenverkleidung aus Holz selbst an Ihrem Haus montieren. Allerdings ist die Fassadenverkleidung von großer Bedeutung für Ihr Gebäude. Sie schützt die Bausubstanz vor Schäden, die durch Wind und Wetter entstehen. Dafür sollte die Außenfassade immer in einem guten Zustand und professionell umgesetzt sein. Daher lohnt es sich, eine professionelle Firma mit der Planung und Umsetzung Ihrer Fassadenverkleidung zu beauftragen.
Mehr zur Umsetzung einer Fassadenverkleidung erfahren Sie in unserem Beitrag.
Was kostet es, ein Haus mit Holz zu verkleiden?
Je nach Holzart schwankt der Preis für eine Fassadenverkleidung aus Holz stark. Pro Quadratmeter entstehen in etwa Kosten zwischen 50 und 120 Euro. Allerdings ist der Preis immer von dem aktuellen Holzpreis abhängig. Außerdem hängt der Preis von der Ausführung der Fassade ab und von der verwendeten Wärmedämmung ab.
Eine Kunststofffassade in Holzoptik ist eine durchaus sinnvolle Alternative zur klassischen Holzfassade. Erfahren Sie in unserem Beitrag mehr dazu.
Welches Holz für Wandverkleidung außen?
Für eine Holzfassade eignet sich besonders gut das Holz von Douglasien und Lärchen, weil sie witterungsbeständiger als andere Holzarten sind.
Nichtsdestotrotz ist Holz als Material immer anfällig für Schäden und gehört nicht zu den langlebigsten Materialen für Fassadenverkleidungen. Außerdem muss es regelmäßig nachgestrichen werden und ist daher verhältnismäßig pflegeintensiv.
Eine optimale Alternative zu einer klassischen Holzfassade sind Kunststofffassaden in Holzoptik. Sie vereinen die Optik von Holz mit den Vorteilen einer Fassadenverkleidung aus Kunststoff. Diese sind besonders robust, langlebig und wartungsarm.
Eine einzigartige Fassade. Zeigen Sie Ihr Haus von der schönsten Seite.
Vinylit – Qualität Made in Germany.