Fensterlaibung außen verkleiden – so sparen Sie Energie und schützen die Bausubstanz

Der Ortgang, auch Giebelkante genannt, spielt als Abschluss des Daches eine besondere Rolle am Haus. Hier treffen sich Dachstuhl, Giebel, Dachdeckung und Dachabdichtung.

Fensterlaibungen gehören zu den zehn häufigsten Baumängeln. Fehler bei der Montage begünstigen Schimmelbildung und einen erhöhten Energieverbrauch. Was genau Laibungen sind, warum die Dämmung so wichtig ist und welche Materialien sich am besten eignen, erfahren Sie in diesem Artikel.

Was ist eine Laibung?

Als Laibungen oder Leibungen werden bei einem Fenster die senkrechten Flächen bezeichnet, die bei der Öffnung des Mauerwerks für Fenster ausgespart werden. Sie werden auch als Fensteranschluss, Wandanschluss, Mauerwerksanschluss oder Bauanschluss bezeichnet.

Nicht nur Fenster verfügen über eine Laibung, sondern auch Türen und Tore. Dabei ist die Rede von einer Türlaibung. Tür- und Fensterlaibungen bilden eine Verbindung zwischen innen und außen. Laibungen bestimmen nicht nur über die ästhetische Wirkung, sondern nehmen auch eine Schlüsselrolle bei der Dämmung der Fenster- und Türbereiche ein. Diese bautechnischen Übergangszonen müssen energetischen und bauphysikalischen Anforderungen gerecht werden, die zum Beispiel die Dämmung, Schall- und auch die Feuchtigkeitsdichte betreffen. Die große Herausforderung einer Laibung besteht darin, diese Aspekte zusammenzubringen.

Die Laibung an Fenster und Tür – das sollten Sie wissen

Vereinfacht ausgedrückt ist die Laibung für das Fenster oder die Tür ein Loch im Mauerwerk. Wird in einem Mauerwerk oder in einer anderen Form der Fassade ein Fenster vorgesehen, muss eine entsprechende Öffnung freigehalten werden. Da eine Mauer oder Fassade eine bestimmte Dicke aufweist, entstehen in diesen Öffnungen senkrechte Flächen, die ein Verbindungsglied zwischen der Gebäude Innen- und Außenseite bilden.

Fensterlaibungen teilt man in verschiedene Bereiche auf. Der obere Bereich wird als Fenstersturz bezeichnet, der untere heißt Brüstung. Daneben teilt sich die Laibung in die Innenlaibung (Fensterbank) und die Außenlaibung (Außenfensterbank). Die Außenlaibung kann direkt in das Mauerwerk integriert sein. In diesem Fall handelt sich um eine Sohlbank.

Bei Fensterlaibungen wird in drei Formen unterschieden:

 

Stumpfe Fensterlaibung

Bei der stumpfen Fensterlaibung handelt es sich um eine glatte Laibung ohne Anschlag – Anschlagen bezeichnet die Montage von Fenstern oder Türen in der Laibung. Diese beliebte Variante ist besonders preiswert und wird vor allem bei monolithischen Ziegelbauweisen eingesetzt. Bei dieser Variante kann der Fensterrahmen an jeder Stelle der Laibung gesetzt werden. Der stumpfe Anschlag besteht aus einer einstufig ausgebildeten Fuge, welche von außen zwischen Blendrahmen und Mauerwerk sowohl Regen als auch Wind abwehren muss, was als Nachteil angesehen wird. Die innere Fuge sorgt für die Luftdichtigkeit.

Innenanschlag (Anschlag als Blockfalz)

Der Innenanschlag wird dem stumpfen Anschlag vor allem bei einem zweischaligen Mauerwerk oder extra gedämmten Außenwänden vorgezogen. Der Fensterrahmen kann beim Innenanschlag nur von innen an eine dafür vorgesehene Aussparung gesetzt werden. Er ist komplexer, aber auch hochwertiger und beinhaltet eine zweistufige Fugenausbildung. Der Blendrahmen wird bei der Verbindung zur Laibung überdeckt. Die Windsperre wird im Gegensatz zur stumpfen Fensterlaibung zur Innenseite umgesetzt, wodurch eine höhere Luftdichtigkeit erreicht wird. Der Innenanschlag verfügt über zwei Abdichtungsebenen und bietet somit auch einen besseren Schallschutz als die stumpfe Fensterlaibung.

Außenanschlag (Anschlag als Blockfalz)

Beim Außenanschlag wird der Rahmen von außen an die Kante der Aussparung gesetzt. Diese Art der Montage kommt wesentlich seltener zum Einsatz als der Innenanschlag. Man findet ihn heutzutage nur noch an älteren Gebäuden.

Die verschiedenen Materialien weisen Unterschiede in ihren physikalischen Eigenschaften auf. Beispielsweise dehnen sie sich bei Wärme in unterschiedlicher Art aus. Das bedeutet für die Übergangsbereiche wie die Laibungen, dass dort ein Höchstmaß an Flexibilität und Stabilität gegeben sein muss. Die Übergangsfugen zwischen den Materialien müssen viel aushalten.

Bei jeder Form des Anschlags muss daher auf ausreichend breite Fugenabstände zwischen Laibung und Rahmen geachtet werden, die witterungsbedingte Bewegungen ausgleichen können. Die Fugenbreite ist abhängig von der Bauart und den gewählten Materialien und wird von der Norm DIN 18202 für Fensterlaibungen geregelt.

 

Die Möglichkeiten der Dämmung bei einer Tür-und Fensterlaibung

In den Laibungsbereichen müssen die Außen- und die Innendämmung perfekt zusammenarbeiten, wobei der Innendämmung eine besonders hohe Bedeutung zukommt. Für die Dämmung stehen sogenannte Laibungsdämmplatten (auch Laibungsplatten genannt) aus Holzfasern, Silicat, Polystyrol, Beton, Steinwolle oder Vinyl zur Verfügung. Vergleicht man die Laibungsplatten mit Fassadendämmplatten, ist auffällig, dass sie wesentlich dünner sind. Meist sind sie etwa 2 cm dick und lassen sich im Laibungsbereich lückenlos installieren. Die Dämmplatten sollten mindestens eine Stärke von 20 Millimetern aufweisen.

Eine falsche Montage der Laibungsplatten kann Wärmebrücken zur Folge haben, die das Risiko von Schimmelbildung maximieren. Schimmel ist gesundheitsgefährdend und sollte schnellstmöglich entfernt werden. Eine Innendämmung kann beispielsweise das Absinken der Oberflächentemperatur begünstigen, wodurch sich Feuchtigkeit sammelt. Für Laibungen gibt es daher spezielle Rahmenprofile, welche eine dämmende Funktion haben.

Ein Mauerwerk mit Wärmeverbundsystem erfordert zusätzlich die Überdämmung der Blendrahmen. Um den Regenschutz der Konstruktionsfuge von außen zu gewährleisten, kommen in der Regel Anputzschienen zum Einsatz, welche über eine elastische Einlage verfügen.

Im Winter kann es zu Temperaturunterschieden von bis zu 40° C zwischen dem Außen- und dem Innenbereich kommen. Diesen Temperaturunterschied muss das Fenster ausgleichen. Auch die Feuchtigkeitsunterschiede zwischen innen und außen können sehr groß sein. Fensterbänke und Rollladenkästen dürfen bei der Dämmung nicht vergessen werden. Vor allem sollte zwischen der Dämmung der Fassade und der Laibungsdämmung keine Lücke entstehen. Unbedingt muss das Dämmmaterial bis zum Fensterrahmen reichen. Manchmal muss das Fenster im Laibungsbereich vorverlegt werden, wenn nachträglich gedämmt wird. Das geschieht vor allem aus ästhetischen Gründen, damit das Fenster nach der Dämmung nicht den Eindruck einer Schießscharte macht.

Laibungsbereiche durch Innenplatten und Putz dämmen

Vielfach wird vor allem die Verputzung der Laibung als optimale Möglichkeit für die Auffüllung von möglichen Hohlräumen bei den Dehnungsfugen gesehen. Es handelt sich um eine vergleichsweise einfache und sichere Variante. Dies scheint bei von vornherein verputzten Fassaden auch eine sinnvolle Vorgehensweise zu sein, da sich die Verputzung in das Gesamtensemble einfügt.

Anders sieht es aber beispielsweise bei Holzfassaden oder Steinfassaden aus. Eine einfache Verputzung der Laibungsbereiche erzeugt nicht den einheitlichen Eindruck, der gewünscht ist. Das gilt insbesondere, wenn bereits bestehende Häuser renoviert und besser gedämmt werden sollen. Es ist hier deshalb kaum eine Alternative, Laibungsplatten innen zu verlegen und danach den gesamten Bereich des Übergangs zu verputzen. Außerdem kann über die verschiedenen Materialübergänge von Holzfassade und Fensterrahmen häufig die Kombination zwischen einer guten Durchlüftung und der erforderlichen Dichtigkeit nicht erreicht werden.

Fensterlaibung außen verkleiden – diese Möglichkeiten gibt es

Platten aus Gipskarton werden ebenfalls gerne eingesetzt. Bei der Wahl von GK-Platten sind allerdings einige Nachteile zu bedenken. Hier finden Sie einen kleinen Überblick zur Montage:

1. Die Vorbereitung

Wenn Sie eine Fensterlaibung von außen verkleiden, werden Laibungsplatten verklebt. Zunächst ist die Fensterlaibung auf Unebenheiten zu prüfen. Das gilt insbesondere, wenn im Zuge einer Renovierung der Fensterbereich möglicherweise vergrößert wurde. Mit der Verkleidung kann erst begonnen werden, wenn die Unebenheiten ausgeglichen sind. Ansonsten drohen Hohlräume, die ihrerseits zu Lücken in der Wärmedämmung und somit zu Wärmebrücken führen können.

Es muss außerdem geprüft werden, ob der Fensteranschluss ordnungsgemäß hergestellt wurde. Ist das nicht der Fall, müssen vorbereitende Dichtungsarbeiten erfolgen.

2. Zuschneiden und Verkleben mit Montagekleber für den klassischen Gipskarton

Gipskartonplatten müssen fachgerecht zugeschnitten werden, bevor sie verklebt werden. Danach können Sie mit dem Montagekleber für Gipskarton die Platten verkleben. Die Zuschneidearbeiten können einige Zeit in Anspruch nehmen. Das gilt insbesondere, wenn Sie es mit einem Altbau zu tun haben, der ungewöhnliche Formen bei der Laibung aufweist. Auch die Arbeit mit dem Montagekleber für Gipskarton ist nicht immer einfach.

3. Die Nachteile einer Verkleidung mit Gipskarton

Bei der Verkleidung mit Gipskarton können sich einige Nachteile ergeben. Häufig wird mit Gipskarton kein lückenloser Abschluss zwischen Fensterrahmen und angrenzendem Mauerwerk erreicht. Das liegt unter anderem daran, dass der Anpassung der Gipskartonplatten Grenzen gesetzt sind. Fugenfreiheit ist hier das Ideal, lässt sich aber selten verwirklichen. Hinzu kommt, dass das Verkleben mit Montagekleber für Gipskarton keine einfache Sache ist. Gipskarton weist zudem keine idealen Werte auf, wenn es um die Feuchtigkeitsresistenz geht.

Die Wärmedämmungseigenschaften einer typischen Verkleidung mit Gipskarton sind ebenfalls nicht optimal. Häufig ist eine Verkleidung aus Gipskarton zu luftdurchlässig. Es lässt sich kein gas-und luftdichter Wandanschluss erreichen. Die Hinterlüftung im Fassadenbereich kann Probleme machen. Es entstehen möglicherweise Kältebrücken.

 

Fazit: Greifen Sie bei der Ortgangverkleidung zu Kunststoff von Vinylit!

Ein Ortgang ist bei vielen Häusern Standard. Er übernimmt wichtige Funktionen am Gebäude, schützt die Dachkonstruktion und ist im Alltag hohen Belastungen ausgesetzt, vor allem durch das hohe Dachgewicht und Witterungseinflüssen. Eine durchdachte Materialauswahl beim Bau garantiert langfristig Stabilität und vermeidet Folgekosten.

Die bessere Wahl: vinyCom Leibungssysteme

Unsere vinyCom Leibungssysteme fügen sich harmonisch in Mischfassaden ein. Gleich, ob Sie Faserzement, HPL oder Naturstein im Fassadenbereich einsetzen. Die Fensterlaibungen von Vinylit passen zu allen gängigen Materialien.

Die vinyCom Systemecken und -leisten fügen sich auch ohne Gehrungsschnitte millimetergenau in den Rahmen ein. Sie lassen sich außerdem ganz einfach baukastenförmig zusammensetzen, wodurch lange Montagezeiten vermieden werden können.

Universell einsetzbar: vinyCom Leibungssysteme lassen sich baukastenförmig zusammensetzen und verkürzen somit Montagezeiten.

Unsere Leibungssysteme belüften Fenster und Türen auf natürliche Weise. Wärmebrücken werden vermieden, sodass sich keine Feuchtigkeit sammeln kann, weil alle Bereiche gleich gut isoliert sind. Damit wird einer möglichen Schimmelbildung in den Räumen vorgebeugt. Außerdem profitiert das gesamte Raumklima von der Durchlüftung.

Auf diese Weise schützen Sie auch die Bausubstanz. Unsere Laibungssysteme bilden die passende Ergänzung für vorgehängte hinterlüftete Fassaden.
vinyCom umfasst Systemecken und -leisten. Selbst ohne Gehrungsschnitte passen die vinyCom Systemecken und -leisten exakt in den Rahmen. Als Gehrung bezeichnet man die Eckverbindung bei Fenstern oder Türen. Diese entsteht, weil hier Senkrechte und Waagerechte in einem Winkel aufeinandertreffen.

Sie können das System der Gehrung am Beispiel eines Fotorahmens verstehen. Wenn hier zwei Leisten in einem Winkel von 90° aufeinandertreffen, wird die Gehrung durch einen Schnitt von 45° an beiden aufeinander treffenden Leisten gebildet. Das fortschrittliche vinyCom System macht die Gehrung überflüssig, weil unser Baukastensystem ein Höchstmaß an Flexibilität bietet.

Die Fensterlaibung von außen verkleiden – mit vinyCom besonders einfach

Sie haben in diesem Beitrag bereits erfahren, wie wichtig es ist, die Fensterlaibung zu dämmen. Insbesondere bei Renovierungsarbeiten und Veränderungen an der Fassade dürfen die Bereiche der Fenster und Türen mit den Laibungen nicht vernachlässigt werden. Als besonders sensible Übergangsbereiche zwischen dem Innen- und Außenbereich ruht auf diesen Teilen des Gebäudes eine große Last von Temperatur- und Luftausgleich.

Nachlässigkeit bei der Dämmung führt schnell zu Wärmebrücken, zu einem mangelnden Luftaustausch und zur Bildung von Kondenswasser sowie Feuchtigkeit in den Innenräumen. Das kann zur Schimmelbildung führen und die gesamte Bausubstanz eines Gebäudes schwächen. Es reicht nicht, Laibungsplatten von innen zu setzen, um eine zureichende Dämmung in den Laibungsbereichen zu realisieren. Vielmehr müssen Laibungsplatten von innen und außen zusammenwirken.

Die Dämmung an Fenster- und Türlaibung muss außerdem mit der Dämmung der gesamten Fassade harmonieren. Das betrifft nicht nur die ästhetische Wirkung und die Optik. Es geht es auch darum, dass die verschiedenen Materialien miteinander ein Höchstmaß an Dämmung, Schalldichte und Durchlüftung erreichen. Hierbei ist immer zu beachten, dass in den Laibungen unterschiedliche bauphysikalische Eigenschaften von Materialien abgefangen werden müssen. Dazu gehören vor allem die Unterschiede in der Wärmeausdehnung. Da heute Fenster und Türen luftdicht in die Öffnungen eingepasst werden, kommt der Dichtigkeit der Dehnungsfugen und deren Funktionsfähigkeit eine besondere Bedeutung zu.

In all diesen Bereichen ist das vinyCom System optimal. Sie profitieren von einem Baukastensystem, dass sich an alle Fassadenmaterialien, Formen und Laibungen anpassen lässt.

Mit einem Laibungssystem von Vinylit können Sie mehrere Aspekte gleichzeitig abdecken:

  • Sie können die Fensterlaibung dämmen und erreichen optimale Temperatur- und Durchlüftungsverhältnisse
  • Die Dämmung passt optisch ideal zum vorhandenen Fensterrahmen und zur Fassade.
  • Laibungsplatten innen und außen greifen optimal ineinander und schaffen ein System, das alle Ihre Bedürfnisse abdeckt
  • Nachhaltiger Schutz der Bausubstanz

Informieren Sie sich jetzt über unser praktisches Baukastensystem vinyCom – für eine schöne Optik, optimale Dämmung, einfache Montage und den Schutz Ihrer Bausubstanz.

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