Wissenswerte Fakten zum Thema Hausdämmung

Energieeinsparungen, Klima- und Umweltschutz, persönliches Wohlbefinden – all diese Begriffe lassen sich mit dem Thema Wärmedämmung in Verbindung bringen. Eine optimale Dämmung am Haus senkt die Heizkosten erheblich, entspricht der Energieeinsparverordnung EnEV der Bundesregierung, die einen Beitrag zum Umweltschutz leisten soll, und sorgt letztendlich für ein angenehmes und gesundes Wohnklima.

Dieser Beitrag beschäftigt sich mit den Funktionen und Möglichkeiten, den Materialien und Techniken, möglichen Fehlern und den Kosten der Fassadendämmung. Wenn Sie als privater Bauherr oder auch als Unternehmen einen Neubau, Umbau oder eine Sanierung planen, finden Sie hier zahlreiche nützliche Hinweise und Fakten rund um den Vollwärmeschutz Ihres Gebäudes.

Funktionen der Wärmedämmung

Eine gute Wärmedämmung soll Schutz vor Temperaturschwankungen bieten, zur Senkung der Energiekosten beitragen sowie den Umwelt- und Klimaschutz voranbringen. Doch wie funktioniert sie eigentlich und warum reicht eine Hauswand aus Mauerwerk oder Beton nicht aus? Warum muss eine solche von außen oder innen zusätzlich mit Dämmplatten versehen werden, um die gewünschten Ergebnisse zu erzielen?

Wärmedämmung beruht auf unbewegter Luft

Betrachten wir zunächst das Grundprinzip jeder Art von Dämmstoffen. Sie tun im Grunde nichts anderes, als auf kleinem Raum Luft zu binden, unabhängig davon, ob es sich um mineralische Fasern, Kunststoff-Kügelchen oder aufgeschäumtes Glas mit zahlreichen Poren handelt. Die eigentlich dämmende Wirkung wird nicht durch das verwendete Material erzielt, sondern durch die darin gebundene Luft. Sie hat die physikalische Eigenschaft, Wärme schlecht zu leiten.

Die Einheit der Wärmeleitfähigkeit wird mit W/(mK) angegeben. Die geringe Leitfähigkeit der Luft für Wärme wird deutlich, wenn man sie mit Kupfer vergleicht. Das Metall hat eine Wärmeleitfähigkeit von 399 W/(mK), Luft hingegen nur von 0,026 W/(mK) – ein großer Unterschied. Aber auch im Vergleich zu anderen im Hausbau gängigen Werkstoffen schneidet Luft gut ab. Ziegelsteine bringen es auf 0,38 bis 0,52 W/(mK), Fensterglas auf 0,87 W/(mK), Beton auf 2,1 W/(mK).

Die Füllung der winzigen Hohlräume in Dämmstoffen mit Luft ist also entscheidend für ihre geringe Wärmeleitfähigkeit. Deshalb können sie bereits bei geringen Stärken eine hohe Wirkung erzielen. Ein weiterer Vergleich: Ein guter Dämmstoff erzielt mit 2 cm Dicke die gleiche Wirkung wie ein Porenziegel mit 8 cm, ein Klinker mit 29 cm oder eine Betonwand mit 105 (!) cm Dicke.

Wie schützen Dämmplatten vor Temperaturschwankungen?

Wärme hat die Eigenschaft, immer dahin zu wandern, wo die Temperatur niedriger ist. Bezogen auf ein Gebäude heißt das: Im Winter fließt sie vom geheizten Innenraum nach draußen, im Sommer von der aufgeheizten Umgebungsluft ins kühlere Innere.

Je nach Ausführung von Mauerwerk, Fenstern und Dach entweichen ohne Dämmung 20 % und mehr der erzeugten Heizenergie völlig ungenutzt ins Freie. Durch eine ungedämmte Kellerdecke kommen noch einmal 5 % bis 10 % hinzu. Wenn Sie sich jetzt einmal Ihre jährlichen Heizkosten vor Augen halten und dann 25 % bis 30 % davon abziehen, können Sie sich schnell ausrechnen, welche Summe Sie bei den Heizkosten mit einer Hausdämmung einsparen könnten.

Haus dämmen erhöht den Wohnkomfort

Die Ersparnis bei den Heizkosten ist aber nicht der einzige Vorteil einer Wärmedämmung. Mit einem Vollwärmeschutz steigern Sie auch Ihren Wohnkomfort in nicht unerheblichem Maße. In der kalten Jahreszeit genießen Sie behagliche Wärme in Ihren Räumen, ganz ohne kalte Wände und Zugluft aus undichten Ecken.

Im Sommer trägt die Dämmung dazu bei, die Hitze außen vor zu lassen, vor allem unter Ihrem Dach. Sie können den Effekt noch steigern, wenn Sie zum Beispiel in einem älteren Haus zusätzlich die Fenster austauschen oder zumindest eine neue, moderne Wärmeschutzverglasung einsetzen lassen.

Dann dürfen Sie der nächsten Winterkälte oder Sommerhitze gelassen entgegensehen und sich außerdem über einen verbesserten Schutz der Bausubstanz sowie eine Wertsteigerung Ihres Hauses freuen.

Hausdämmung als Beitrag zum Klima- und Umweltschutz

Da die Wärmeerzeugung in privaten Haushalten den größten Posten des Energieverbrauchs ausmacht, kann eine Wärmedämmung, sofern sie flächendeckend erfolgt, einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz leisten und CO2-Emissionen und Ressourcenverschwendung mindern. Im Gebäudebereich ließen sich laut einer Studie des Forschungsinstituts für Wärmeschutz (FIW) durch Dämmung allein in Deutschland die CO2-Emissionen um über 100 Millionen Tonnen reduzieren – eine beeindruckende Zahl.

Möglichkeiten zur Umsetzung einer effizienten Wärmedämmung

Um ein Haus zu dämmen, stehen verschiedene Möglichkeiten zur Verfügung. Die häufigsten Maßnahmen sind die Außendämmung der Fassade und die Dachdämmung. Wenn eine Außendämmung nicht möglich ist – zum Beispiel bei denkmalgeschützten Gebäuden – kommt eine Innendämmung in Betracht. Bei dieser geht allerdings ein Teil der nutzbaren Fläche verloren.

In Kellern können die Decke und die Wände auf der Innenseite gedämmt werden. Schließlich gibt es noch die Perimeterdämmung, die an Außenwänden – in der Regel Kellerwände – mit Erdberührung durchgeführt wird.

Wenn Sie im Zuge einer Sanierung eine neue Hausfassade gestalten wollen, bietet es sich an, im gleichen Zuge die Außenwände nach modernsten Gesichtspunkten zu dämmen. Unter bauphysikalischen Aspekten verspricht eine vorgehängte hinterlüftete Fassade hier den größten Erfolg, was die Wirksamkeit der Dämmung, den Schutz der Bausubstanz vor Feuchtigkeit und das Wohnklima in den Innenäumen betrifft.

Bei Steildächern steht zunächst die Frage im Vordergrund, ob der Raum darunter zu Wohnzwecken genutzt wird oder nicht. Bei Nichtnutzung reicht es aus, wenn nur die oberste Geschossdecke gedämmt wird. Wenn diese begehbar sein soll, sehen die Maßnahmen allerdings anders aus als für nicht begehbare Dachböden. Wird der Dachraum zum Wohnen oder für Hobbys genutzt, kommen drei Möglichkeiten infrage: die Aufsparren-, Zwischensparren- und Untersparrendämmung.

Die gängigsten Varianten sind die beiden letzteren, da sie relativ einfach auch vom Hauseigentümer ausgeführt werden können. Eine Aufsparrendämmung lohnt sich im Grunde nur, wenn das Dach sowieso neu eingedeckt werden muss. Dies ist eine Aufgabe für einen Fachbetrieb mit entsprechender Erfahrung.

Soll die Fassade von innen gedämmt werden, ist ebenfalls ein Fachbetrieb zu empfehlen, um Bauschäden zu vermeiden, denn sie muss möglichst perfekt abgedichtet werden. Zudem ist der Einbau einer so genannten Dampfbremse erforderlich, falls diese Funktion nicht durch die Dämmplatten übernommen wird. Damit nicht zu viel Nutzfläche verloren geht, ist die Dämmschicht hier mit 6 cm bis 8 cm deutlich dünner als außen, sodass lediglich eine Ersparnis an Heizenergie von 10 % bis 15 % zu erreichen ist.

Welche Materialien eignen sich für die Hausdämmung?

Ob Sie nur eine neue Hausfassade mit beispielsweise Fassadenplatten gestalten oder das gesamte Haus dämmen wollen – für die Ausführung stehen Ihnen verschiedene Dämmstoffe zur Verfügung, die sich in vier Kategorien einordnen lassen. Diese sind:

  1. Synthetische Dämmstoffe: Polyurethan (PUR), Polystyrol-Hartschaum (EPS), extrudierter Polystyrol-Hartschaum (XPS) sowie Vakuum-Isolationspaneele (VIP)
  2. Mineralische Dämmstoffe: Glas- und Steinwolle, aufgeschäumtes Glas (auch als Foam Glass bezeichnet), Calciumsilikat und Perlite
  3. Nachwachsende pflanzliche Dämmstoffe: Flachs, Kork, Holzfasern, Zellulose und Hanf
  4. Tierische Dämmstoffe: Schafwolle

Grundsätzlich eignen sich fast alle genannten Stoffe für die unterschiedlichen Dämmbereiche Fassade, Dach und Keller. Trotzdem sind bei der Auswahl einige Punkte zu beachten:

  • die Dämmungseffizienz
  • der Anschaffungspreis pro Quadratmeter
  • spezielle Anforderungen wie Brandschutz oder ein erhöhter Schallschutz
  • eventuelle Kosten für eine zukünftige Entsorgung (diese können je nach Material stark voneinander abweichen)
  • persönliche Vorlieben

Am besten lassen Sie sich von einem Energieberater oder einem Fachbetrieb für Baustoffe darüber informieren, welcher Dämmstoff für Ihre Zwecke am besten geeignet ist. In der Regel können Sie dort auch Original-Muster betrachten und in die Hand nehmen.

Welche Stärke sollte eine Wärmedämmung aufweisen?

Was die Stärke einer Wärmedämmung angeht, könnte man meinen: Je dicker, desto besser. Das lässt sich so aber pauschal nicht bestätigen, da es für jedes Bauteil eine eigene maximale Dicke gibt. Darüber hinauszugehen, bringt kaum mehr Ersparnis in Relation zu den anfallenden Kosten.

Dazu müssen Sie wissen, dass Dämmmaterialien in Wärmeleitgruppen (WLG) eingeteilt sind. Die Einteilung erfolgt in Fünferschritten, sodass Sie Bezeichnungen wie WLG 30, WLG 35, WLG 40 etc. finden werden. Dabei gilt, dass der Dämmwert umso besser ist, je kleiner die angegebene Zahl. Oder im Umkehrschluss: Je höher der WLG-Wert ausfällt, desto dicker muss die Dämmschicht sein, um die gleiche Wirkung zu erreichen wie ein Dämmstoff mit niedrigerem Wert.

Folgende Richtwerte sind für die Stärke von Dämmstoffen gängig:

  • Dach: 24 cm
  • Oberste Geschossdecke: 24 cm
  • Fassade außen: 16 cm
  • Kellerdecke: 10 cm

 

Techniken der Fassadendämmung

Um an einer Bestandsimmobilie eine neue Hausfassade zu gestalten und gleichzeitig eine Wärmedämmung anzubringen, können Sie sich für ein so genanntes Wärmedämmverbundsystem (WDVS) oder eine vorgehängte hinterlüftete Fassade entscheiden. Für die zweite Variante finden Sie bei Vinylit eine große Auswahl an Profilen aus Kunststoff mit verschiedenen Oberflächenstrukturen und zahlreichen Farben. Diese Auswahl gibt Ihnen bei der Gestaltung freie Hand wie kaum eine andere Hausdämmung und Fassadengestaltung.

Ist bereits ein zweischaliges Mauerwerk geplant oder vorhanden, also eine Fassade mit einer inneren und einer äußeren Mauerschale, können Sie auf eine Kerndämmung zurückgreifen. Bei einem Neubau lässt sich der Zwischenraum unkompliziert mit Dämmstoffplatten bestücken.

Handelt es sich um eine ältere Immobilie, die saniert werden soll, ist die Einblas- Dämmung eine gute Wahl. Dafür werden lose Dämmmaterialien unter hohem Druck in den Hohlraum zwischen den Mauerschalen geblasen, bis dieser vollständig gefüllt ist. Diese Methode ist auch deshalb zu empfehlen, weil für den Vorgang lediglich kleine Öffnungen in die äußere Mauerschale gebohrt werden müssen, die sich leicht und unauffällig wieder schließen lassen.

Mögliche Fehler bei der Wärmedämmung

Mit einem Vollwärmeschutz für Ihr Haus vom Keller bis hinauf zum Dach können Sie nach der Fertigstellung langfristig einen großen Teil Ihrer Energiekosten einsparen und die Kosten für die Fassadendämmung und die übrigen Bauteile bald wieder hereinholen. Voraussetzung ist, dass alle Arbeiten sorgfältig geplant und ausgeführt werden. Ansonsten verringern sich eventuell die Einspareffekte oder es drohen sogar schwerwiegende Baufehler, deren Korrektur sehr teuer werden kann.

Wenn Sie handwerkliches Geschick besitzen, sollte die Anbringung einer Wärmedämmung unter dem Dach oder der Kellerdecke durch Sie selbst kein großes Problem darstellen. Eine neue Hausfassade gestalten und dämmen ist allerdings eine Aufgabe für einen professionellen Fachbetrieb mit Erfahrung und entsprechendem Know- how.

Zunächst ist jedoch eine sorgfältige Planung erforderlich. Setzen Sie sich dafür am besten mit einem Architekten oder einem Energieberater zusammen, um die einzelnen Schritte bei der Sanierung in der richtigen Reihenfolge festzulegen. Die Experten wissen nicht nur über die passenden Materialien für Dämmungen Bescheid. Sie liefern Ihnen auch ausführliche Informationen über die staatlichen Fördermittel, die Sie in Form von Zuschüssen oder zinsgünstigen Krediten beantragen können.

Bei diesem Punkt ist es wichtig, dass Ihr Antrag vor Beginn der Maßnahme bewilligt wird. Wenn Sie vorher bereits einen Vertrag mit einem Unternehmen abgeschlossen haben, das Ihre Hausfassade gestalten und Ihr Haus dämmen soll, ist das ein Problem. Dann haben Sie keinen Anspruch mehr auf eine Förderung und müssen die Kosten für die Fassadendämmung komplett alleine finanzieren.

Holen Sie sich mehrere Angebote von Handwerksbetrieben ein, aber lassen Sie sich nicht unbedingt vom günstigsten Angebot verführen. Prüfen Sie deshalb, ob das Unternehmen Mitglied einer Innung ist, ob es eventuell mit namhaften Herstellern zusammenarbeitet und deren Weiterbildungen besucht hat. Sie können sich auch nach Referenzen erkundigen und vielleicht mit anderen Kunden des Betriebes über deren Erfahrungen sprechen. Im Zweifelsfall kann auch ein Bausachverständiger weiterhelfen, der vorab die Leistungsbeschreibung prüft und eine baubegleitende Qualitätskontrolle übernimmt.

Ein weiterer wichtiger Punkt: Achten Sie auf die Vorgaben der Energieeinsparverordnung (EnEV). Viele Bauherren, die ihr Haus dämmen wollen, halten diese aus Unkenntnis nicht ein und erleben später böse Überraschungen, wenn sie die Sanierungsstandards der EnEV nicht berücksichtigt haben.

Fazit

Eine moderne Wärmedämmung hilft Ihnen, Ihre Energiekosten für die Wärmeerzeugung deutlich zu senken und sich unabhängiger von Versorgern zu machen. Die Investition rentiert sich durch die Ersparnis nach einigen Jahren. Sie steigern damit außerdem den Wert Ihrer Immobilie und Ihren Wohnkomfort und liefern einen wertvollen Beitrag zum Kimaschutz. Erfahren Sie mehr zum Thema Klimaschutz in unserem Blog zum Klimaschutzpaket.

Achten Sie aber darauf, Ihre Dämmungsmaßnahmen sorgfältig zu planen und von einem zuverlässigen Fachbetrieb ausführen zu lassen, sofern Sie nicht einige Arbeiten selbst erledigen. Langfristig werden Sie mit Ihrer Entscheidung mit Sicherheit zufrieden sein.

Eine einzigartige Fassade. Zeigen Sie Ihr Haus von der schönsten Seite.

Vinylit – Qualität Made in Germany.