Stabil, vielseitig und leicht zu verbauen: Das Nut- und Federsystem

Ob als Fußboden oder Deckenverkleidung, für den Innen- oder den Außenbereich: Die Verbindung mit Nut und Feder bietet ein breites Spektrum an Möglichkeiten, hohe Stabilität und eine schnelle und saubere Montage. Aus diesen Gründen eignet sie sich besonders gut für die Verbindung von Fassadenprofilen aus Kunststoff – für eine langlebige und wartungsfreie Fassade.

In diesem Artikel erfahren Sie mehr über die Nut- und Federverbindung und ihre Anwendung im Außenbereich.

 

Was versteht man unter Nut und Feder?

„Nut und Feder“ bezeichnet eine Verbindung von überwiegend brettartigen Bauteilen und Platten. Das System bietet hohe Stabilität und lässt sich vergleichsweise einfach verbauen, weshalb es für Möbel, Fußböden und Verkleidungen sowie für Fassaden und Dämmplatten genutzt wird.

Nut und Feder werden mit Vorliebe für die Verbindung von Holzplatten gewählt, finden aufgrund Ihrer vielen Vorteile mittlerweile aber auch bei Kunststoffbrettern, Betonziegeln oder Teilen aus Stahlbeton Anwendung.

 

Nut und Feder

Für die Nut- und Federverbindung haben zwei Bauteile je auf beiden Seiten eine Nut. Damit wird eine gleichmäßig durchgezogene Vertiefung bezeichnet. Als verbindendes drittes Bauteil wird eine sogenannte Feder genutzt. Die Abmessungen der Feder müssen exakt der Nut entsprechen. Die einzelnen Bauteile werden zusammengesteckt und ermöglichen eine stabile Verbindung, die verhindert, dass sich nebeneinanderliegende Bauteile in der Höhe verschieben.

Bei der Verarbeitung von Holz lassen sich auch Werkstücke mit einer Stoßverbindung finden, bei denen elliptisch geformte Flachdübel zum Einsatz kommen, welche die Feder ersetzen. Diese werden verleimt und quellen anschließend auf, um die Verbindung zu fixieren.

 

Spundung

Eine Variante der Nut- und Federverbindung ist die Spundung. Die Feder befindet sich bei der Spundung direkt an einem der zu verbindenden Bauteile und wird in die Nut des anzubringenden Bauteils integriert, ähnlich wie bei zwei Puzzleteilen. Die Feder wird in diesem Fall als Spund bezeichnet.

Erstreckt sich der Spund nicht über die gesamte Länge des Werkstücks, wird stattdessen von einem Zapfen gesprochen. In der Praxis kommen Nut und Feder Bretter mit Spundung häufig bei Holzfußböden zum Einsatz. Typische Beispiele hierfür sind Laminat- und Parkettböden.

Verwendung finden Nut und Feder im Außenbereich sowie im Innenbereich für Wände, Türen, Böden und Fassaden. Bei den meisten Produkten ist anstelle einer losen Feder eine Spundung zu finden.

 

Sonderformen von Nut und Feder

Eine Gratung bezeichnet das trapezförmige Auseinanderlaufen der Seitenwände des Spunds. Bretter mit Nut und Feder können eine stabile Verbindung herstellen, müssen aber seitlich ineinander geschoben werden, was den Aufwand bei der Verarbeitung erhöht.

Bei Falz-Verbindungen befindet sich die Nut am Rand des Werkstücks, wodurch eine Seitenfläche wegfällt. Der Vorteil liegt darin, dass sich Bretter und Platten mit Nut und Feder leichter verlegen lassen, da sie nicht ineinander geschoben werden müssen.

Bei beengten räumlichen Verhältnissen ist dies ein großer Vorteil. Der Nachteil liegt darin, dass eine Verleimung bei diesem System nicht ausreicht. Die Bretter müssen zusätzlich mit Nägeln oder Schrauben fixiert werden.

 

Einsatzbereiche von Nut und Feder

Nut und Feder finden in vielen Bereichen Anwendung und werden sowohl für Laminat, Linoleum- und Parkettböden, als auch für Betonschalungen, Dämmstoffe und Fassadenplatten genutzt.

Wie bereits deutlich wurde, wird besonders gerne Holz für die Verbindung mit Nut und Feder genutzt. Welches Material geeignet ist, hängt vom Einsatzbereich ab. Während viele Menschen die edle Optik eines Holzfußbodens zu schätzen wissen, macht es gerade im Außenbereich Sinn, auf robustere Materialien zurückzugreifen.

Daher werden Kunststoffbretter mittlerweile gerne für das Nut- und Federsystem genutzt. Auf diese Weise vereinen sich die Vorteile von langlebigen Materialien mit der besonders stabilen und dennoch unkomplizierten Montage mit Nut und Feder.

Fassadenprofile in Holzoptik mit Nut und Feder

Besonderer Beliebtheit erfreuen sich unsere Fassadenprofile in Holzoptik, die sich mit Nut- und Federsystem einfach, schnell und sauber montieren lassen.
Aufgrund seiner vielen Vorteile gegenüber Holz und anderen Materialien nutzen wir recycelten oder recycelbaren Kunstoff für unsere Fassadenprofile.

Ihre Vorteile:

  • einfache und schnelle Montage
  • langlebige Materialien in täuschend echter Holzoptik
  • mit UV-beständiger Strukturfolie
  • frei von Weichmachern und Giftstoffen
  • winddichte Verbindungsstelle durch Nut- und Federsystem
  • hohe Energieeffizienz in Verbindung mit der passenden Wärmedämmung

 

Fassadenprofile mit Nut- und Federsystem in Holzoptik

Das System aus Nut und Feder ist weit verbreitet und bei einer Vielzahl an Produkten vorzufinden. Neben Wand- und Deckenpaneelen, die sich im Innen- und Außenbereich einsetzen lassen, findet dieses System häufig bei Fußböden, wie Laminat und Parkett Verwendung und wurde daher meistens mit Materialien aus Holz angewendet.

Aufgrund der einfachen Montage und hohen Stabilität einer Verbindung mit Nut und Feder, hat sich das Einsatzgebiet des Systems mittlerweile vergrößert und findet zunehmend auch in Kombination mit anderen Materialien Verwendung.

Vor allem bei Fassaden bietet sich die Wahl von Kunststoffpaneelen in Holzoptik an, um die gesamte Konstruktion möglichst wetterfest und langlebig zu gestalten. Auf diese Weise vereinen Sie eine hochwertige Optik mit einer wartungsfreien Fassade, die besonders wetterfest ist und dazu auch noch umweltfreundlich ohne Schadstoffe hergestellt wird.

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